Hochleistungsfräsen
und Laserstrahlabtragen
Kurzbeschreibung des Projektes:
Grundlegend sollen im angestrebten Forschungsvorhaben
die optimalen Zerspanungsparameter für verschiedene
Modell- und Formenbauwerkstoffe beim Fräsen und
beim Laserstrahlabtragen ermittelt werden.
Zur Ermittlung der optimalen Arbeitskennfelder sowohl
beim Laserstrahlabtragen wie auch beim Fräsen werden
4 Untersuchungskomplexe durchgeführt. Um beide
Verfahren miteinander zu vergleichen, müssen als
erstes die Abtragsraten beim Laserstrahlabtragen, in
einem ersten Versuchskomplex, ermittelt werden.
Im 2. Untersuchungskomplex wird eine vorgegebene Kontur
mittels Laserstrahlabtragen und im Dritten wird selbige
Kontur mittels Fräsen erzeugt. Als Zielgrößen
interessieren die Maßabweichungen, die erreichbaren
Oberflächengüten, die Randzonenbeeinflussungen
sowie die Bearbeitungsdauer.
Im abschließenden 4. Komplex sind beide Verfahren
zu Koppeln und hinsichtlich der Wirkung auf die Zielgrößen
zu optimieren. Mögliche Kombinationen sind zum
Beispiel:
Vorfräsen Vorschlichten auf konstantes Konturaufmass
Fertiglasern oder
Vorfräsen Vorschlichten Schlichten
Restmateriallasern
Ansprechpartner: Prof.
Dr.-Ing. Friedhelm Lierath
Detaillierte Informationen zu diesem
Projekt :
Innovative Verfahrenskombination Hochleistungsfräsen
und Laserstrahlabtragen im Formen- und Gesenkbau
Aufgabe:
Einen wichtigen Bestandteil der Wertschöpfungskette
stellt der Werkzeug- und Formenbau dar. Er ist von entscheidender
Bedeutung bei der Einführung neuer Produkte und
bestimmt unmittelbar die Marktposition eines jeden produzierenden
Unternehmens. Immer größer werdender Marktdruck
zwingt viele Unternehmen, sich den gegenwärtigen
Anforderungen zu stellen und nach neuen Fertigungstechnologien
zu suchen. Einen wesentlichen Beitrag zu einer Prozesskettenoptimierung
leisten neben modernen CAD/CAM Systemen zahlreiche flexible
und innovative Fertigungsverfahren. Ein hohes Optimierungspotential
bei der Produktentwicklung ergibt sich durch die Kombination
von Verfahren und die Schaffung von hybriden Fertigungsstrategien.
So befasst sich das Forschungsvorhaben“ Innovative
Verfahrenskombination Hochleistungsfräsen und Laserstrahlabtragen
im Formen- und Gesenkbau“ mit der Kombination
der Verfahren HSC-Fräsen und Laserstrahlabtragen.
Durch die Verwendung des Laserstrahlabtragens wird es
möglich Formen direkt in ein Werkstück einzubringen.
Der „Umweg“ über das Erodieren und
damit einhergehende Elektrodenherstellung kann entfallen.
Ein weiterer Vorteil des Laserstrahlabtragens liegt
bei der Handhabung schwerbearbeitbarer Werkstoffe (Keramiken,
Grafit, Hartmetalle). Die Lasertechnik kann unter anderem
auch zum Markieren und Gefügeumschmelzen verwand
werden. Mit dem Laserstrahlabtragen steht ein Verfahren
zur Verfügung, dass es erlaubt 3 dimensionale filigrane
Strukturen direkt in ein Werkstück zu applizieren.

Abbildung: Potential der Laserbearbeitung
in der Wertschöpfungskette im Modell- und Formenbau
Die vom Markt verlangte Notwendigkeit des flexiblen
Einsatzes sowohl der separaten Laserabtragstechnologie
wie auch in der Kombination mit dem HSC Fräsen
sind gegenwärtig auf Grund fehlender technologischer
Kenndaten noch nicht gegeben.
Ziele:
Von diesem Ansatz ausgehend ergibt sich das Ziel des
Forschungsvorhabens die technologischen Kennfelder des
Laserstrahlabtragens zu ermitteln. Als Zielgrößen
dienen dabei sowohl das Abtragsverhalten und auch die
Oberflächenausprägung verschiedener zu untersuchender
Werkstoffe des Modell- und Formenbaus. Des Weiteren
werden Strategien der Prozessführung erarbeitet
und in ihrer Kombination mit dem HSC-Fräsen hinsichtlich
der Form- und Lageabweichungen sowie der Oberflächenschädigungen
analysiert.
Aktuelle Arbeiten:
Folgende Applikationen sind mittels Laserstrahlabtragen
erzeugt wurden.
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Stempeleinsatz aus
1.2311(Ø 30mm) |
Wendeschneidplatte aus Hartmetall
(12mm x 12mm) |
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Wappen aus Messing
(Ø 20 mm) |
Formeinsatz aus 1.2343
(36mm x 24mm) |
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Projektförderung:
Dieses Forschungsprojekt wird mit Mitteln des Kultusministeriums
des Landes Sachsen Anhalt gefördert und vom Projektträger
Wissenschaft-Technologie-Umwelt (PT-WTU) beim Umweltforschungszentrum
Leipzig- Halle GmbH betreut.
Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Eckart Wolf
Institut für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung
Universitätsplatz 2
39106 Magdeburg
Tel.: (0391) 67 19 383
Fax.: (0391) 67 19 342
E-Mail: eckart.wolf@mb.uni-magdeburg.de
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