Hohl-Kugel-Komposit
Kurzbeschreibung des Projektes:
Leichte Materialien, die in ihren Eigenschaften natürlichen
Vorbildern gleichen, gewinnen zur Zeit in vielen industriellen
Anwendungen zunehmend an Bedeutung. Aufgrund ihrer Porenstruktur
haben sie ein niedriges Gewicht und besitzen eine sehr
hohe spezifische Festigkeit. Dieses Prinzip nutzend,
können silikatische, mineralische und metallische
Hohlkugeln definiert und zu berechenbaren Hohlkugel-Körperformen
zu sogenannten Hohl-Kugel-Kompositen als
Leichtbauwerkstoff aufgebaut werden.
Der Leichtbau ist bekanntlich die Schlüsselbauweise
zur Verminderung von Massen- und Trägheitskräften
in Maschinen, Anlagen, Handlingstechniken und Geräten.
Der Trend im Bereich Maschinendynamik ist geprägt
von der Forderung nach hohen Geschwindigkeiten und Beschleunigungen.
Der Einsatz von statisch, dynamischen und thermisch
steifen Leichtbaukonstruktionselementen stellt dabei
eine wichtige Rolle zur Reduzierung der schnell zu bewegenden
Massen dar.
Das Ziel der Forschungsarbeiten besteht in der Erarbeitung
eines Werkstoff-Einsatz-Kataloges für den Konstrukteur
und für die Anwendung des Werkstoffes Hohl-Kugel-Komposit
hinsichtlich seiner Eigenschaften bei unterschiedlichen
Ausgangsmaterialien und im Verbund mit anderen Werkstoffen
und Additiven für diese Leichtbau-Konstruktion
unterschiedlicher Konfiguration und Einzelfall-Beanspruchung.
Die werkstoffkundlichen Untersuchungen beziehen sich
auf die Ermittlung der Werkstoffkennwerte unterschiedlicher
Strukturvariablen und die Erarbeitung von Konstruktionsrichtlinien
für den Einsatz in Maschinenbauerzeugnissen. Die
Optimierung dieser Werkstoff-Strukturvariablen soll
zunächst in Form der konstruktiven Entwicklung
und Herstellung von schnellen Bewegungselementen an
ausgewählten Prototypen von Laserschneidmaschinen
und Drehmaschinen getestet werden.
Basierend auf die ersten Grundlagen-Forschungsergebnisse,
die mittels silikatischen und keramischen Hohl-Kugel-Materialien
am IFQ erzielt wurden, gilt es aufzubauen und entsprechende
Weiterentwicklungen zu tätigen, um zu anwendungsreifen
Lösungen zu kommen und diesen Werkstoff als Konstruktionswerkstoff
einem größeren Anwendungsbereich im Maschinenbau
zuzuführen.
Ansprechpartner: Prof.
Dr.-Ing. Siegfried Klaeger
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