Entwicklung von Energiespeicherkraftwerken mit geringem Höhenpotential im urbanen Umfeld zur Spitzenlastkompensation

Eine der wichtigsten energiepolitischen Themenstellungen im Bereich der Erneuerbaren Energien in Deutschland  und Europa ist der Ausbau / Erweiterung von Energiespeichern zur Pufferung oder Speicherung des sogenannten „Ökostroms“.  Der Ausbau der Energieerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie wird in Deutschland und weltweit intensiv vorangetrieben. Angesichts der Tatsache, dass die Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie starken zeitlichen, wetterbedingten Schwankungen unterliegen und damit elektrische Energie unabhängig vom Bedarf produziert wird, sind zusätzliche Speichermöglichkeiten dringend erforderlich.
Als gut geeignete Zwischenlager gelten im allgemeinen Pumpspeicherkraftwerke. Wird beispielsweise aufgrund von windigem Wetter am Wochenende Strom produziert, der keinen Abnehmer findet, wird dieser Strom an der Börse veräußert (teilweise zu 0 oder sogar mit Minusbeträgen), um damit Pumpspeicherwerke z.B. in Österreich zu betreiben. Wasser wird mit diesem Strom bergauf gepumpt in ein großes Wasserreservoir (also in Lageenergie umgewandelt). Wenn Energie zu Hoch- oder Spitzenlastzeiten benötigt wird, wird das Pumpspeicherkraftwerk zugeschaltet und wandelt die Lageenergie des  Wassers über Turbinen wieder in Strom um. Das Wasser fließt in ein sogenanntes Unterbecken, um wieder für den Kreislauf des Pumpspeicherwerkes zur Verfügung zu stehen.
Dieses Prinzip ist für Betreiber sehr interessant, da zu Spitzenlastzeiten auch sehr gute Strompreise / Erlöse erzielt werden können. Nach diesem Grundprinzip kann auch ein „Urbanes Energiespeicherkraftwerk“ großer Ausdehnung mit geringerem Höhenpotential funktionieren.